Lean Development

Was ist Lean Development? 

Werden die erfolgreichen Lean Production Prinzipien in der Produktentwicklung angewendet und umgesetzt so spricht man von Lean Development.

Lean Development setzt sich zum Ziel, den Entwicklungs-Prozesse zu verbessern, der Verschwendung von Ressourcen entgegenzuwirken und so die Entwicklungszeit (time to market) erheblich zu verkürzen.
Hierbei kommen unterschiedliche Prinzipien zum Einsatz. Während die Erfolgstools aus der Lean Production den Produktentstehungsprozess beschleunigt, beabsichtigt Lean Administration mit seinen Tools den Designprozess zwischen Mitarbeitern und Management kommunikativer, direkter und verantwortungsbewusster zu gestalten. 

Die iterative Anwendung dieser Tools wird durch das Lean Development beschrieben. Der Erfolg ist daher nicht durch eine einmalige Umsetzung, sondern die Einführung von Prozessen, deren Entwicklungszeiten kleinschrittig die Qualität in Unternehmen steigern und ein eigenes Prinzip darstellen.

Die sieben Säulen des Lean Developments 

Das Lean Development baut zur Vermeidung von Verschwendung auf den folgenden 7 Prinzipien auf.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess beabsichtigt die iterative Verbesserung des Entwicklungsprozessen, welche die ganzheitliche Wertschöpfung von Unternehmen oder Produkten durch Innovation und Kreativität erreicht.

Standardisierung

Bei der kreativen Entwicklungen hilft die Standardisierung durch die Nutzung gleicher Plattformen, Komponenten und Produkten, umso den Fokus auf die kreative Arbeit zu legen und Ablenkungen zu vermeiden.

Fließ- und Pull-Prinzip

Das Fließ- und Pull-Prinzip geht darauf ein, dass benötigte Informationen fristgerecht und der notwendigen Qualität entsprechend vorliegen. Die Verbesserung dieses Prozesses kann durch eine gleichmäßigere Verteilung vom Arbeitsaufwand erzielt werden.

Mitarbeiterorientierung und zielorientierte Führung 

Die Mitarbeiterführung im Lean Development unterscheidet sich vehement von der klassischen Variante. Zwischen Management, Führungskräften und Mitarbeitern herrscht ein Verhältnis von beiderseitigem Vertrauen und Wertschätzung. Mitarbeitern wird dabei der Experten-Status zugesprochen, der eine steigende Selbstständigkeit inkludiert.

Zusammen mit dem direkten Praxisbezug sind Mitarbeiter in der Lage und der Befugnis Missstände und Fehler selbstständig zu beheben sowie  Verbesserungen vorzunehmen. Der respektvolle Umgangston untereinander ist dabei die Basis für die wertschätzende Atmosphäre innerhalb des Unternehmens.

Null-Fehler-Prinzip

Im Sinne des Null-Fehler-Prinzips wird die ganzheitliche und repetitive Übergabe von Informationen in einem Lean Product Development verstanden. Dadurch können Fehler frühzeitig erkannt werden, sodass die weitere Entwicklung nicht aufgrund von Folgefehlern negativ beeinflusst wird.

Visuelles Management

Um stets einen Überblick über den derzeitigen Stand eines Prozesses zu haben, wird im Lean Development die Visualisierung der Projektabschnitte vorgenommen und der Soll-Zustand mit dem Ist-Zustand verglichen. Die verständliche Visualisierung hilft allen Mitarbeitern, den aktuellen Stand der Entwicklung und die bisherigen Ergebnisse zu sehen.

Frontloading

Hintergrund des Frontloadings ist die Entwicklung zur kostengünstigen Produktentstehung. Die gründliche Planung im Vorfeld der Produktion verhindert versteckte Kosten im Produktionsprozess. Diese detaillierte sowie feingliedrige Planung bedarf einer Wissenserhöhung der Produktplanung und wird nicht selten durch die Vergrößerung des Entwicklungsteams erreicht. Die höheren Entwicklungskosten werden jedoch durch die günstigere Produktion meist schnell amortisiert.